Erfahrungen und Wahrnehmungen werden im Verbund mit Emotionen und Bewegungsmustern in unseren Zellen, dem Körpergedächtnis abgespeichert. Je öfter eine Erfahrung wiederholt wird, umso stärker ausgeprägt ist die Programmierung. Ein dauerhaft angespanntes Nervensystem verliert seine Fähigkeit nach stressigen Erfahrungen wieder zurück in den Zustand der Entspannung zu kehren.
Hartnäckige Muster sind selten nur „Kopfsache“.
Bei hartnäckigen Themen sind mehrere unserer Systeme “befallen”. Diese lassen sich etwas vereinfacht dargestellt in drei Bereiche aufteilen: Die emotionale Ebene, die kognitive Ebene und die systemische Ebene.
🧠 Die emotionale Ebene – gesteuert u. a. von der Amygdala, welche im limbischen Teil unseres Gehirns sitzt. Dieser Teil vertritt den Steinzeitmensch in uns und ist für die Verarbeitung unserer emotionalen Reaktionen und das Speichern von Erinnerungen verantwortlich. Die Amygdala scannt dabei permanent die Umgebung auf Gefahren. Situationen, die dem “Erinnerungsspeicher” ähnlich erscheinen (sogenannte “Trigger”), lösen dann eine Flucht-, Kampf- oder Erstarrungsreaktion im Nervensystem aus. Diese instinktive und automatische Körperfunktionen passiert innerhalb von 12 bis 300 Millisekunden. Zum Vergleich: Ein Augenblinzeln dauert zwischen 100 und 400 Millisekunden.
Es gibt verschiedene alltägliche und besondere „Amygdala-Trigger“:
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Schon Antonio Damaso wusste „Der Körper ist die Bühne der Gefühle“. Den Körper mit einzubinden, ist also nicht nur eine Option, sondern ein wesentlicher Faktor. Im Coaching wenden wir hier verschiedene Techniken gemeinsam an, die z.B. aus dem Bereich der energetischen Psychologie stammen.
🧩 Die kognitive Ebene – gesteuert vom präfrontalen Kortex. Er reflektiert, analysiert und plant – reagiert dabei allerdings sehr viel langsamer als die Amygdalae/unser limbisches System. Alle Sinneswahrnehmungen werden hier gesammelt und interpretiert, entsprechende Reaktionen werden entschieden und Emotionen reguliert. Nicht ohne Grund gilt der präfontale Kortex unter Experten auch als Sitz der Persönlichkeit, denn hier formt sich das Verhalten unter Berücksichtigung äußerer Einflüsse und Bedingungen / Konditionierungen. Der pröfontale Kortex ist meist erst nach der Pubertät mit etwa 25 Jahren in seiner Entwicklung abgeschlossen.
Eine Blockade entsteht oft durch Zielkonflikte zwischen Zugehörigkeit (was ist erlaubt, womit identifiziere ich mich, wodurch habe ich bislang Ansehen und Bestätigung erfahren) und Authentizität (wer bin ich wirklich, wie würde ich mich natürlicherweise ausdrücken, wenn ich könnte und dürfte). Mit dem kognitiven Teil arbeiten wir also sehr viel an Glaubenssätzen, Ambivalenzen, Loyalitäten und anderen kognitiven Konditionierungen.
Beispiele für kognitive Blockaden können sein:
Mit diesem Bereich arbeiten wir etwas anders und weniger körperlich als dem emotionalen Bereich. Hier geht es viel mehr darum teilweise unbewusste, kognitive Widersprüche auszugleichen – und den Weg frei zu machen für das was stattdessen sein soll.
Hierzu arbeiten wir mit allem, was die neueste Forschung des Mentalcoaching zu bieten hat: Selbstbestätigungen, Affirmationen, Visualisierungen, systemischem Coaching sowie einigen gezielt eingesetzten Klopfpunkten u.v.m.
Eine grundlegende Erkenntnis der kognitiven Psychologie ist, dass Menschen von den meisten Vorgängen im menschlichen Geist kein bewusstes Erleben haben. Viele Funktionen, die mit Wahrnehmung, Gedächtnis und Informationsverarbeitung verbunden sind, laufen ab, bevor und unabhängig von jeglicher bewussten Steuerung. Was spontan im Bewusstsein erscheint, ist das Ergebnis des Denkens, nicht der Prozess des Denkens selbst.
Heuer Jr., Richards (2): Limits of Intelligence Analysis, Orbis, Vierteljahreszeitschrift des Foreign Policy Research Institute, Winter 2005, S. 4.
🌐 Die systemische Ebene – das „große Ganze“. Menschen entscheiden und handeln nicht unabhängig voneinander, sie sind verbunden über dynamische soziale Systeme, wie Partnerschaften, Familien, Teams, Organisationen und Netzwerke. Der Einzelne sowie das System beeinflussen sich wechselseitig. So entsteht eine lebendige Dynamik.
Mit Techniken der systemischen Beratung und Familientherapie können wir diese Dynamiken und Wechselwirkungen sichtbar machen und so ins Bewusstsein bringen.
💡 Nachhaltige Veränderung entsteht also, wenn wir Kopf, Körper und System gleichermaßen mit einbinden – Mentalcoaching + embodimentbasierte Methoden + Systemik. Dann ist Erfolg unumgänglich. 🙂
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